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♫ Leseprobe

Prolog

Da waren... Schritte, nur ganz leise.
Sie wurden schneller, immer schneller, ohne stehen zu bleiben.
Eine Hand, die weit nach vorne hin ausgestreckt war, versuchte etwas in der Ferne zu erreichen.
Die Schritte wurden lauter und panischer, sie kamen näher.
Verzweifelte Rufe hallten durch die Stille.
Tränen glänzten in der Dunkelheit.
Ein leises Schnaufen wechselte sich mit jammervollem Schluchzen ab.
Die Schritte wurden langsamer, der Atem schwerer.
Der Schatten in so weiter Entfernung wurde nicht deutlicher und hielt nicht an.
Man hörte das laute unregelmäßige Hämmern, eines traurigen Herzens.
Eine einsame Kälte ließ es zittern, brachte es zum Weinen.
Die Hand schmerzte und verlor an Höhe.
Die Rufe wurden leiser, wurden weniger.
Noch immer wandte sich die Gestalt weit vorne nicht um und kam nicht näher.
Schmerzliche Gefühle begannen sich durch eine zurückgelassene Seele zu fressen.
Das Herz wurde ruhig, ganz ruhig und starb.
Die Augen wurden leer, verloren alles Leben.
Die Tränen versiegten, die Rufe gerieten in Vergessenheit und die Schritte fanden ein jähes Ende.

Ein samtiges Rot, das hell aufschimmert.
Weißer Nebel, der mit Kälte als verlorene Seele aufsteigt.
Schwere Glieder, die traurig zu Boden sinken.
Tränen, so furchtbar schmerzlich und dennoch bleiben sie dem Kinde verwehrt.
Das Purpur wird bleich, fast weiß.
Ein letztes Mal bewegen sich die zarten Lippen, ein Name fällt, verklingt in der Einsamkeit.
Wart niemals mehr gehört.

Ryosuke...